Augen auf beim Wechsel des Stromanbieters

Unter ‚Augen auf beim Wechsel des Stromanbieters‚ auf NDR.de finden Verbraucher einige Tipps zum Wechsel des Energieversorgers. Im Folgenden gehe ich auf ein paar Punkte aus dem Beitrag ein, die mir besonders wichtig erscheinen.

Unter ‚Der Wechsel: Im Prinzip ganz einfach‚ wird der Ablauf eines Stromanbieterwechsels beschrieben, bei dem im Normalfall vom Verbraucher nicht besonders viel gemacht werden muss. Weiterhin geht´s um das Sonderkündigungsrecht, das Stromverbraucher bekommen, wenn der Anbieter die Preise erhöht.

Es wird eine Bearbeitungszeit von 6-10 Wochen angesprochen, die die Umstellung auf einen anderen Stromversorger in die Länge ziehen kann. Unter ‚Verzögerungen melden‚ wird angesprochen, dass vielen Verbraucherzentralen Beschwerden über teils massiv verzögerte Anbieter-Wechsel vorliegen. Wenn ich es richtig deute, scheint es also bei einigen Stormanbietern schwer zu sein „wieder raus zu kommen„. Ich denke, es kann nicht schaden, wenn man sich deshalb über seinen künftigen Stromanbieter vorher mal im Internet – vielleicht in Foren – informiert.

Ebenfalls wird das Thema ‚Kündigungsfristen‘ angesprochen. Es ist so wichtig, weil oft der neue Anbieter den Vertrag mit dem alten Stromanbieter kündigt und deshalb die Kündigungsfristen kennen sollte. Bei Sonderkündigungsrechten seien die Kündigungsfristen oft sehr kurz bemessen, sodass es der neue Anbieter oft nicht schafft, den Vertrag mit dem alten Anbieter fristgerecht zu kündigen.

Ich denke, dass man sich deshalb bei Anbietern ohne Preisgarantie darauf einstellen sollte, dass diese eine Preiserhöhung durchführen und man selbst dann relativ kurzfristig einen neuen Anbieter finden sollte. Wenn man allerdings bei einem Anbieter ohne Preisgarantie noch auf einen Neukundenbonus wartet, der beispielsweise erst nach einem ersten Vertragsjahr ausbezahlt wird, dann muss man die Preiserhöhung entweder hinnehmen, falls man den Bonus nutzen will, oder man verzichtet auf den Bonus.

Unter ‚Unternehmen mit zweifelhaftem Geschäftsgebaren‚ wird insbesondere der Anbieter Flexstrom angesprochen. Auf Wikipedia habe ich unter Flexstrom > Insolvenzwarnungen folgenden Textausschnitt gefunden…

Der Bund der Energieverbraucher wies auch darauf hin, dass die 2011 neu gegründete Löwenzahn Energie GmbH, die derzeit viele Preisvergleiche anführe, die nahezu selben Eigentümer wie Flexstrom habe und nach demselben Geschäftsprinzip vorgehe, um unter den Kosten liegende Preise mit Hilfe der Vorauskasse von Neukunden für einen voraussichtlich begrenzten Zeitraum zu überdecken.

Ich persönlich werde deshalb keine Stromverträge mit Flexstrom oder Löwenzahn Energie abschließen und ich frage mich, warum solche Anbieter beim Stromanbieter-Vergleich auf check24 auf den Top-Plätzen (Suche nach Stromanbieter für Singlehaushalt mit 1.300kWh in Berlin heute am 11.3.12) zu finden sind.

Unter ‚Preisgarantien beachten‚ wird beschrieben, dass oft Bestandskunden Strom teurer als Neukunden beziehen und viele Stromverbraucher deshalb zu einer Art „Stromanbieter-Hopping“ übergehen, bei dem sie etwa alle 12 Monate den jeweils günstigsten Stromanbieter wechseln.

Mir erscheint dieses Stromanbieter-Hopping besonders für Singles interessant, weil Singlehaushalte mit ihren vergleichsweise geringen Stromkosten prozentual oft besonders stark von Neukunden-Boni profitieren.