Bei Girokonten auf Guthabenszinsen zu achten, bringt nicht viel.

Die folgende Rechnung soll das Prinzip verdeutlichen, warum ich nicht viel davon halte, sich bei der Wahl eines Girokontos nach dessen Guthabenszinsen zu richten.

Beispielhafte Girokonto-Geldbestände für einen Singlehaushalt

Angenommen, man bekommt, wie beispielsweise der Singlehaushalt unseres Landschaftsgärtners, monatlich ein Gehalt von etwa 1.000 Euro auf sein Girokonto überwiesen. Diese 1.000 Euro werden im Laufe des Monats komplett verbraucht. Um sicherzustellen, dass der Betrag vom Girokonto nicht negativ wird, hat man dauerhaft einen Sicherheitsbestand von 500 Euro auf dem Konto.

Monatlicher Verlauf der Geldbestände

Unmittelbar vor der monatlichen Gehaltsüberweisung beträgt der Kontostand also immer 500 Euro. Nach der Gehaltsüberweisung sind es immer 1.500 Euro. Wenn das Geld vom Konto zeitlich einigermaßen gleichmäßig abgebucht wird, beträgt der durchschnittliche Kontostand 1.000 Euro.

Jährlicher Verdienst durch Zinsen des Girokontos

Bei einer Guthabensverzinsung von einem Prozent, was für eine Girkonto schon gut wäre, würde man hier mit seine 1.000 Euro jährlich 10 Euro Zinsen verdienen. Wenn man ein halbes Prozent Zinsen mehr oder weniger bekommt, sind es jährlich 5 Euro mehr oder weniger.

Fazit: Guthabenszinsen für Girokonten

Ob man jetzt ein halbes Prozent, ein Prozent oder überhaupt keine Zinsen für sein Girokonto-Guthaben bekommt: Viel verdienen wird man damit nicht. Sinnvoller ist es, sein Geld gewinnbringender anzulegen und darauf zu achten, dass sich nicht zu viel Guthaben auf dem Girokonto ansammelt.

Wer beispielsweise monatlich einen bestimmten Geldbetrag für eine bevorstehende Anschaffung sparen will, sollte sich lieber zum Sparen ein Tagesgeldkonto einrichten und für diesen monatlichen Sparbetrag einen Dauerauftrag vom Girokonto zum Tagesgeldkonto einrichten.

Einen Sicherheitsbestand – wie beispielsweise die 500 Euro im Beispiel oben – sollte ein Girokonto allerdings schon haben, damit es nicht in den negativen Bereich rutscht. Die 500 Euro sind als Sicherheitsbestand durchaus sinnvoll angelegt, selbst dann, wenn sie nur ab und zu verhindern, dass sehr hohe Dispo- oder Überziehungszinsen fällig werden.

2 Kommentare zu “Bei Girokonten auf Guthabenszinsen zu achten, bringt nicht viel.

  1. Auf Zinsen beim comdirect Girokonto | SingleHaushaltsKosten.de steht folgendes über diesen Artikel.

    [...] Ausführlicher habe ich meine Meinung dazu beschrieben auf ‘Bei Girokonten auf Guthabenszinsen zu achten, bringt nicht viel.‘. [...]

  2. Auf Kosten für´s Girokonto im Singlehaushalt | SingleHaushaltsKosten.de steht folgendes über diesen Artikel.

    […] bekommt, hängt von der eigenen Bonität ab. Im Gegensatz zu den hohen Dispo-Zinsen sind die Guthabenszinsen bei Girokonten leider nicht sehr hoch (falls es überhaupt welche […]

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