Arbeiten im Home Office: Bürokosten sparen für Selbständige

Heute gibt es einen Spartipp, der sich speziell an Selbständige mit eigenem Haushalt richtet. Bei Selbständigen vermischt sich das Finanzielle oft aus privaten und beruflichen Angelegenheiten. Obwohl die eigene Firma finanziell von den privaten Haushaltskosten in dem Sinne getrennt ist, dass das Finanzamt sich nur für die Einnahmen und Ausgaben der Firma interessiert, müssen für den Selbständigen am Ende (unterm Strich) die Zahlen stimmen – egal, ob die Kosten für berufliche oder private Ausgaben entstanden sind.

Viele Selbständige, die in einem Büro, einem Gemeinschaftsbüro oder Coworking-Space arbeiten, haben dadurch monatliche Kosten, die immer wieder durch neue Aufträge rein gearbeitet werden müssen. Wer sich diese Kosten sparen will und lieber zu Hause im Home Office arbeitet, sollte sich folgende Fragen stellen.

  • Wie wichtig sind mir die beruflichen Kontakte im Büro?
    Wer sein Büro in die eigenen vier Wände verlegt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass er dadurch mehr Zeit alleine verbringt. Das hat wiederum zwei Nachteile. Zum einen können für den beruflichen Erfolg Geschäftskontakte sehr wichtig sein. Und diese knüpfen sich in aller Regel im (Gemeinschafts-)büro leichter als zu Hause. Zum anderen ist es eine Frage des Wohlfühlens, ob man sich alleine zu Hause wohlfühlt und ob man nicht irgendwann das Gefühl von Einsamkeit bekommt. Viele Tipps gegen Einsamkeit finden Sie deshalb hier auf SingleHaushaltsKosten.de unter „Alleine wohnen: 7 praktische Tipps gegen Einsamkeit„.
    Es gibt aber auch Vorteile, wenn man alleine im Homeoffice arbeitet: Erstens hat man Ruhe. Es ist nicht zu unterschätzen, wie produktiv man arbeiten kann und dabei in den Flow kommen kann, wenn es absolut keine Störungen durch Kollegen o.ä. gibt. Vor allem dann, wenn man sich während der Arbeitszeit Ruhephasen zum konzentrierten Arbeiten einrichtet, in denen Störquellen wie das Telefon, Facebook und Emails abgeschaltet sind. Solche Dinge lassen sich insbesondere im Home Office sehr gut einrichten.
  • Wie gut passt das Homeoffice platztechnisch in die (meist kleine) Singlewohnung?
    Sich einen kleinen Arbeitsplatz zu Hause in der eigenen Wohnung einzurichten braucht ein Minimum an Platz. Wer sowieso schon einen Schreibtisch zu Hause hat, der kann diesen als Arbeitsplatz benutzen. Wer eine Wohnung mit mehreren Zimmern hat, der sollte sich unbedingt darüber informieren, wie ein Arbeitszimmer steuerlich abgesetzt werden kann und welche Bedingungen dafür erfüllt werden müssen. Nichts kann erfreulicher sein, als wenn man einen Teil seiner Mietkosten an Vater Staat übertragen kann. Wer dauerhaft in den eigenen vier Wänden arbeiten will, sollte sich aber mit der Zeit nach guten Büromöbeln umsehen, die wiederum eine oft nicht so günstige Investition darstellen. Wichtig beim Anschaffen der Büromöbel für das eigene Homeoffice ist, dass es sich Kosten-Nutzen-mäßig rechnet. Auch dann, wenn die Möbel nicht billig sind, kann es auf dauer immer noch günstiger sein, als die Miete für das Büro zu bezahlen.
    Tipp für die Übergangszeit: In einer Übergangszeit, in der man ausprobiert, wie gut einem selbst das Arbeiten im Homeoffice tut und wie gut man sich alleine zu Hause zum Arbeiten motivieren kann, braucht man noch nicht unbedingt die besten Büromöbel. Testen Sie lieber erst 1-2 Monate mit Ihren vorhandenen Möbeln, ob Home Office überhaupt was für Sie ist. Wenn das der Fall ist und sie rechnerisch am Ende Profit machen (beim Sparen von Bürokosten, Anfahrtszeit ins Büro, Essen zu Hause anstatt auswärts, Anschaffung der Büromöbel, etc.), dann ist es immer noch früh genug, sich dann mit qualitativ wirklich guten Büromöbeln einzudecken.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen den ein oder anderen Denkanstoß geben, der Ihnen bei der Idee weiter hilft, ob es für Sie finanziell und auch für Ihr persönliches Wohlbefinden Sinn macht, Ihren Arbeitsplatz gegen ein Home Office einzutauschen. – Vielleicht auch erst mal nur vorübergehend und testweise.