Krankenversicherung für Singles – Alternativen im Vergleich

Die Krankenversicherung – ohne geht es nicht: Die Mitgliedschaft in Krankenversicherungen ist seit dem Jahr 2007 Pflicht für jedermann, um sich gegen den Krankheitsfall abzusichern. Sie ist damit Teil der gesetzlichen Sozialversicherung. Verbraucher haben jedoch in manchen Fällen die Wahl, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern lassen. Welche Möglichkeit im Einzelfall tatsächlich zur Auswahl steht, ist im Gesetz geregelt.

Aktuell sind mehr als 90 Prozent aller Bürger in Deutschland Kassenpatienten. Je früher sich Versicherungsnehmer für den Eintritt in die private Krankenversicherung entscheiden, desto günstiger gestalten sich auch die Beiträge.

Gesetzlich oder privat versichert? Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Die gesetzliche Krankenversicherung basiert auf dem Solidaritätsprinzip, was bedeutet, dass alle Mitglieder dieser Versicherungsgemeinschaft füreinander einstehen. Die Beiträge werden deswegen auch nicht nach dem Krankheitsrisiko berechnet, sondern nach dem jeweiligen Einkommen. Darüber hinaus hängt der Leistungsanspruch nicht vom Alter oder dem Beitragsniveau ab. Dabei gilt stets die Maßgabe, dass eine Behandlung zum einen wirtschaftlich sein muss und zum anderen das Maß der medizinischen Notwendigkeit nicht überschreiten darf. Die Kasse erstattet immer jene Methode, die mit dem geringsten Aufwand Erfolg verspricht.

Bei der PKV kommt hingegen das sogenannte Äquivalenzprinzip zum Tragen. Der zu zahlende Betrag hängt vor allem von Alter, dem individuellen Krankheitsrisiko und den gewünschten Leistungen ab. Privatpatienten treten als Vertragspartner des Arztes auf und bekommen von diesem eine Rechnung gestellt, die dann bei der privaten Krankenversicherung eingereicht wird. Die Leistungen der PKV variieren stark mit dem gewählten Tarif.

So werden im Gegensatz zur GKV bei vielen die Chefarztbehandlung sowie Behandlungen von Heilpraktikern erstattet. Auf der anderen Seite sind Kuraufenthalte sehr häufig nicht im Leistungsspektrum mit inbegriffen. Auch gibt es sog. Billigtarife, die zwar monatlich mit verhältnismäßig geringen Beiträgen zu Buche schlagen, dafür jedoch eine hohe Selbstbeteiligung mit sich bringen.

Als Single versichert – was sollte beachtet werden?

Wer nicht gerade Single aus Überzeugung ist und ein dauerhaftes Einsiedlerdasein anstrebt, wird früher oder später danach streben, eben dieses zu beenden und mit einem Partner gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Ein Wunsch, der auch bei der Wahl der Krankenversicherung berücksichtigt werden sollte, wenn es um die Frage geht, sich gesetzlich oder privat abzusichern. Auch wenn die Voraussetzungen erfüllt sein mögen, kann es sich lohnen, den gesetzlichen Kassen die Treue zu halten. Der Grund: Kinder lassen sich bei einer privaten Krankenkasse nicht so ohne weiteres in der gesetzlichen Familienversicherung unterbringen.

Voraussetzungen für die PKV für Singles

Die Dienste der privaten Krankenversicherungen stehen jedoch längst nicht jedem offen. Normale Arbeitnehmer haben die größte Hürde zu nehmen, denn deren Gehalt muss mindestens ein Jahr lang die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 54.900 Euro (Stand 2015) übertreffen. Diese Grenze stellt auch keineswegs eine Auffanglinie dar, denn Arbeitnehmer, die bereits privat versichert sind und plötzlich weniger verdienen, müssen möglicherweise zwischenzeitig wieder zurück zur gesetzlichen Krankenkasse. Hier kann sich ein sog. Optionstarif lohnen, der Rückkehrern zur privaten Krankenversicherung einen erneuten Gesundheitscheck erspart. Deutlich leichter gestaltet sich der Zugang für Selbständige und Beamte, denn bei ihnen spielt die Höhe des Einkommens keine Rolle.

Tipp: Krankenversicherungen von Profis vergleichen lassen

Wer auf der Suche nach der passenden Krankenversicherung ist, sollte sich für eine Entscheidung viel Zeit nehmen, denn die Auswirkungen sind langfristiger Art und betreffen nicht weniger als die eigene gesundheitliche Versorgung. Angesichts der vielfältigen Angebote bei den privaten Krankenversicherungen und den diversen Zusatzversicherungen, mit denen sich auch das Leistungsspektrum der gesetzlichen Kassen aufbessern lässt, fällt die Entscheidung alles andere als leicht. Hier empfiehlt es sich, Experten um Rat zu fragen, die sich zum einen mit den Tarifen gut auskennen und die zum anderen die persönliche Lebenssituation des Antragstellers mit in die Überlegungen mit einbeziehen. Für solche Zwecke bieten sich unabhängige Dienstleister wie www.finanzvergleich100.de an, denn hier sorgen Experten für einen professionellen Vergleich und finden die Option heraus, die am besten zu einem selbst passt.