Steuertipps für Singles – so wird ein Schuh draus

Alle Jahre wieder…, kommt nicht nur für Ehepaare, sondern auch für Singles das leidige Thema Steuer auf den Tisch. Dabei werden nach wie vor Alleinstehende benachteiligt. Mit der allseits verpönten Steuerklasse 1 ziehen Singles stets den Kürzeren, wenn es um die Zahlungen an den Fiskus geht.

Das Finanzamt bevorzugt Ehepaare – Ehegatten-Splitting heißt das Zauberwort

Bei Verheirateten bringt der Trauschein eine ordentliche Erleichterung – nämlich eine günstigere Steuerklasse. Der Alleinstehende hingegen wird ohne Nachweis der Verheiratung noch bestraft. Nicht wie in der Schule steht die Zahl 1 für besonders gute Leistungen, nein, bei der steuerlichen Veranlagung bewirkt die 1 auf der Steuerkarte das komplette Gegenteil – der  Betroffene wird ordentlich zur Kasse gebeten. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, sich auch als Single der höheren Steuerzahlung zu entziehen.

Grundsätzlich sind wohl alle, die von Steuerzahlungen betroffen sind, nicht gerade von dieser Thematik erbaut. Kein Wunder, wer mag es schon, wenn das mühsam verdiente Gehalt Monat für Monat und Jahr für Jahr maßgeblich durch Steuerzahlungen schrumpft. Hierbei haben Verheiratete zwar einen Bonus vom Gesetzgeber eingeräumt bekommen – das Ehegatten-Splitting – was zu einer geringeren Abgabenlast führt. Singles hingegen profitieren von keinen derartigen Steuererleichterungen, sie gleichen durch einen erhöhten Satz diesen „Verlust“ gegenüber dem Fiskus quasi wieder aus.

Werbungskostenpauschale – Freibetrag lockt bei Singles

Allerdings ist es trotzdem nicht das alleinige Privileg von Ehepaaren in den Genuss von Steuererleichterungen zu gelangen, auch für Singles gibt es Lichtblicke. Die Frage ist einzig, wo diese zu finden sind. Hierzu sollte die Steuergesetzgebung in den Fokus des Interesses rücken, denn dort gibt es Aufschlussreiches zu entdecken. So besteht etwa eine von zahlreichen Steuersparmöglichkeiten bei Singles, in dem sie ihren Freibetragsanspruch auch wirklich voll ausschöpfen sowie die Werbungskostenpauschale bei Kapitaleinkünften zum Ansatz bringen.

Eine weitere elegante Form der Steuerersparnis liegt bei den Sonderausgaben. Wer bereits schon mal verheiratet war und jetzt wieder ein Single-Dasein führt, kann anfallende Unterhaltszahlungen beim Fiskus steuermindernd geltend machen.

Je höher die Zahlung desto höher die Ersparnis

Dass von nichts auch nichts abgesetzt werden kann ist eine altbekannte Weisheit. Wer ein hohes Einkommen hat, zahlt zwar viele Steuern, kann aber auch etliches sparen.

Unterstellt man einem Single ein jährliches Bruttoeinkommen in Höhe von 60.000EUR, wird er der steuerrechtlichen Gesetzgebung nach mit 19.225€ Einkommensteuer zur Kasse gebeten. Ein Ehepaar hat eine vergleichsweise geringe Einkommensteuerlast in Höhe von
12.836EUR zu tragen. Nun bewegt sich beim Single der sogenannte Grenzsteuersatz bei 48,5 Prozent, bei der gemeinsamen Veranlagung beläuft sich dieser nur auf 34,5 Prozent. Somit darf sich der Alleinstehende über eine Entlastung von 40 Cent pro Euro freuen, das Ehepaar hingegen nur auf 30 Cent.

Damit nicht noch zusätzliche Kosten für das Honorar des Steuerberaters anfallen, ist es nützlich, Ratgeber zum Thema Steuern sparen zur Hand zu nehmen. So holen Sie das meiste raus.

Die Empfehlung an Singles lautet also: So viel wie irgend möglich von der Steuer absetzen, dabei unbedingt auch alle Pauschalen ausschöpfen, Sonderausgaben geltend machen und eventuelle Pauschalen, die Ihnen zustehen nutzen. Nur so lässt sich das leidige Thema Steuer auch für Singles einigermaßen erträglich gestalten.