Erste eigene Wohnung: Tipps für den Start in die Unabhängigkeit

Für einige mag es Punktgenau auf 18 Jahre sein, dass sie endlich unabhängig sein und nun endlich in einer eigenen Wohnung leben möchten. Die anderen haben es natürlich noch bequemer, wenn sie nicht ausziehen brauchen und erst noch den Genuss der elterlichen Versorgung genießen möchten. Die dritte Gruppe ist eine solche, die auf Grund der Ausbildung oder eines Studiums ausziehen müssen. Denn beide sind vielleicht nicht in der Nähe des Elternhauses gelegen. Dann heißt es auch für sie, dass sie alleine in eine eigene Wohnung ziehen müssen. Die folgenden Tipps sollen nun helfen, damit der neue Lebensabschnitt in der eigenen Wohnung am besten gelingt.

Tipp Nummer 1: Laufende Ausgaben überwachen

Die laufenden Ausgaben sollten immer überwacht werden. Zu diesen gehören auf jeden Fall die Strom- und Wassergebühren. Einen entsprechenden sparsamen Stil gilt es hier einzutrainieren, damit diese möglichst geringbleiben, ohne natürlich auf Sauberkeit und einem gewissen Standard an Komfort missen zu müssen. Die Stromrechnung kann deutlich gesenkt werden, wenn LED-Licht eingesetzt wird und die Geräte TV und PC nicht ständig eingeschaltet bleiben müssen.

Tipp Nummer 2: Essensausgaben möglichst klein halten

Die Ausgaben, die sich insgesamt auf die Wohnung aber auch Essensausgaben beziehen, müssen im Auge bleiben. Es gilt gerade im Studium, beim Essen einsparen zu können. Das geht bei den regulären Einkäufen in Discountern und bei den Eigen- oder Noname-Marken am besten. In der Mittagspause empfehlen sich die Kantinen der Universitäten oder auch der Ausbildungsstätte, da dort das Essen meistens vergünstigt ist. In der Regel können aber auch Außenstehende in den Universitätsmensen essen. Falls keine Möglichkeit in der Nähe besteht, ist der Spargeheimtipp oftmals eine Krankenhauskantine, die auch für die Öffentlichkeit zugängig ist.

Tipp Nummer 3: Fördermittel abrufen

Manchmal besteht der Anspruch auf einen Wohngeldzuschuss, wenn das eigene Einkommen nicht reicht. Dieses Fördermittel sollte auf jeden Fall nicht unversucht gelassen werden. Sie müssen aber dürfen eben auch nach § 22 WoGG beantragt werden. Zuständig für die Gewährung und Auszahlung sind die Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltungen, in denen sich die Wohnung befindet.

Tipp Nummer 4: Eigenen Sauberkeitsstandard entwickeln

Mit der Sauberkeit ist es sehr unterschiedlich gehalten, denn hier fängt die Individualität schließlich an. Der Alleinwohnende muss dennoch eine eigene entwickeln, damit er sich selbst wohlfühlt. Da er meistens jedoch nicht ganz alleine bleibt und Besuch empfängt, muss er Routinen entwickeln, wie er sie am besten auf einem üblichen Niveau sauber macht und hält. Schuhe gleich am Eingang auszuziehen, ist nur eine Möglichkeit dazu. Das alles muss er erst herausfinden und trainieren.

Tipp Nummer 5: Wenn die Kosten doch zu hoch werden

Es kann natürlich sein, dass die Kosten doch zu hoch sind, als zuvor einkalkuliert wurde. Oder es tritt der Fall ein, dass ein Studentenjob wegfällt. Dann reicht es nicht, die oben genannten Fördermittel zu erhalten oder die Kosten dermaßen zu senken. Es gibt immer noch die Möglichkeit, die Wohnung in eine günstigere zu wechseln. Sollte es weiterhin eine eigene ohne Mitbewohner sein, sind die ersten Adressen oftmals die Genossenschaftswohnungen. Sie sind meistens günstiger aber dennoch nicht schlechter als andere. Zudem müssen die Genossenschaften einige Wohnungen vorhalten, die besonders für Sozialschwache geeignet sind.

Falls es keine Scheu vor Mitbewohnern gibt, sollte einer hinzugenommen werden, wenn es vom Platz her noch passt. Die Einnahmen bzw. Kostenaufteilung der laufenden Kosten können beträchtlich helfen. Ist das nicht möglich, sollte der Mieter überlegen, ob er nicht selbst in eine WG zieht, um weniger Ausgaben zu haben.

Fazit

Wie gesehen wurde, gibt es Möglichkeiten und Hilfe, wie die Kosten in der eigenen und ersten Wohnung gesenkt werden können. Es ist dennoch sehr klug, wenn der künftige Bewohner sich ein eigenen Kosten- und Einnahmeplan zuvor aufstellt, was und in welcher Höhe er sich an Mietkosten und sonstigen Ausgaben leisten kann. Das wird ihm zeigen, wie hoch die Miete tatsächlich sein darf. Ist er in diesem Plan, kann er die neue Situation der eigenen Wohnung möglichst lange genießen.