Kartoffelchips-Maker Vergleich: Wie gelingen die perfekten Zoodles?

Falls sich in Ihrer Küche noch kein Spiralschneider befindet, könnte sich das bald ändern. Vor allem, wenn Sie in Zukunft der vegetarischen oder veganen Küche näher rücken möchten oder mehr fantasievolle Salate und Gemüsegerichte zubereiten wollen, wird der Spiralschneider schnell zum unverzichtbaren Küchenhelfer. Rohkostfans nutzen die feinen Spiralen von verschiedenen Gemüsen, um daraus delikate Carpaccios oder spaghettiförmige Gemüse-Gerichte ohne Kohlenhydrate herzustellen.

Unter den Spiralschneidern im Angebot finden sich kleine handliche Geräte, mit denen man im Anspitzerverfahren Gemüse in feine Streifen schneiden kann. Außerdem entdeckt man etwas größere Spiralschneider, die über eine Kurbel betrieben werden. Der wesentliche Unterschied ist, dass die kurbellosen und preiswerten Spiralschneider sich eher für Hobbyköche empfehlen, während die teureren und mit Kurbeln versehenen Spiralschneider schon eher professionellen Bedürfnissen genügen. Als Hobbykoch verwendet man nur selten Gemüsespiralen – beispielsweise zur Dekoration oder für ein Gemüse-Carpaccio, das zwei Personen als Vorspeise dient. Müsste man ein Kilogramm Möhrenspiralen mit einem kurbellosen Spiralschneider für eine Restaurantküche schneiden, könnte das eine sehr mühsame Angelegenheit werden. Es kann sich also durchaus lohnen, gleich in ein besseres und notgedrungen auch etwas teureres Gerät mit Kurbel zu investieren. Ein Problem kann sich aber durch den Platzbedarf ergeben, die diese Spiralschneider verlangen. Es ergibt sich bei häufiger Nutzung nämlich die Frage nach einem festen Standplatz. Die komfortable Bedienung dieser Küchenhelfer ist aber überzeugend. Nachdem man das benötigte Gemüse in den Spiralschneider eingespannt hat, benötigt man nur wenige Umdrehungen mit der Kurbel, um feine Streifen oder Spiralen zu erhalten.

Welche Kriterien sind für einen Spiralschneider-Kauf wichtig?

Den Platzbedarf für einen Kurbel-Spiralschneider haben wir kurz schon angesprochen. In einer kleinen Küche muss man das Gerät nach jeder Benutzung wegräumen. Er wird dort nur selten einen festen Standort erhalten. Anders sieht es in einer größeren Küche aus, in der viel mit Gemüsen gekocht wird. Einen festen Stand sollte Ihr Spiralschneider aber trotzdem haben. Sie sollten sich keinen Spiralschneider zulegen, der weder Saugnäpfe noch Gummi-Standfüße besitzt. Der sichere Stand gewährleistet ein Arbeiten ohne Verletzungsgefahr.

Zweitens ist es wichtig, dass Sie das Gerät nach jeder Nutzung problemlos reinigen können. Dieses Kriterium gilt für beide Arten von Spiralschneidern gleichermaßen. Bei den meisten kurbellosen Spiralschneider-Modellen ist die Reinigung einfach. Man reinigt den Spiralschneider mit einer Bürste unter fließen heißem Wasser. Es sollten aus hygienischen Gründen keine Gemüsereste auf den Schneidflächen verbleiben. Der kleine Nachteil der Kurbel-Spiralschneider ist, dass sie sich nicht ganz so gut reinigen lassen wie die einfachen Modelle. Beachten Sie beim Kauf, dass Sie den Spiralschneider ohne größeren Aufwand auseinandernehmen können. Außerdem sollte der Spiralschneider spülmaschinengeeignet sein. So ist gewährleistet, dass das Gerät hygienisch einwandfrei gereinigt wird.

Für die Spülmaschinentauglichkeit empfiehlt sich eine stabile Geräte-Verarbeitung. Sonst erlebt man, dass nach mehreren Reinigungen einige Plastikteile am Spiralschneider spröde werden oder abbrechen. Die Verarbeitungsqualität kann auch beim Schneidevorgang eine Rolle spielen. Da Sie auch härtere Gemüse wie Möhren oder Rettich mit dem Spiralschneider schneiden möchten, sollten Sie sichergehen, dass sie es nicht ständig mit festgefahrenen Kurbelwerken zu tun haben. Wenn Sie die Möhren ständig wegen einer Blockade im Schneidwerk zurückfahren, ausspannen und wieder einspannen müssen, verlieren Sie schnell die Lust am neuen Spiralschneider. Zu allem Überfluss kann es auch noch passieren, dass Ihr Spiralschneider kaputtgeht, wenn sie der Blockade auf anderen Wege ein Ende bereiten möchten – nämlich, indem Sie heftiger kurbeln. Auch die Qualität der Klingen im Spiralschneider ist ein wichtiges Kaufkriterium. Stumpf gewordene Klingen schneiden keine Spiralen mehr. Sie verwandeln Ihr Gemüse eher in eine unappetitliche Angelegenheit, die gequetscht aussieht statt geschnitten.

Einige Gemüsesorten neigen dazu, sich nicht so gut schneiden zu lassen. Gemüsesorten mit weichem Inneren – wie etwa überreife Zucchini- machen es einem schwerer, sie in feine Streifen zu schneiden. Wichtig ist es auch, dass Sie an einen Resthalter denken. Irgendwie müssen Sie die Möhren, die sie in Streifen schneiden möchten, ja festhalten. Entweder stehen Sie anschließend vor der Wahl, den festgehaltenen Gemüserest ungenutzt wegzuwerfen, ihn einfach roh aufzuessen oder dank eines Resthalters noch etwas länger nutzen zu können. Damit vermeiden Sie auch unschöne Schnittwunden an den Fingerkuppen. Der Resthalter dient dazu, den verbliebenen Möhrenstumpen aufzuspießen, damit Sie diesen ebenfalls in Spiralen schneiden können.

Welche Investition ist für einen guten Spiralschneider zu tätigen?

Für hochwertige Markenprodukte muss man schon etwas mehr Geld investieren. Dafür erhält man aber auch einen entsprechenden Bedienkomfort und erhöhte Sicherheit beim Schneiden. Die Investition für ein Gerät ohne Kurbel überschreitet allerdings meist keine 20 Euro. Die Spiralschneider mit Kurbel sind im Preisbereich von 25 bis 40 Euro anzusiedeln. Von den ganz günstigen Spiralschneidern, die nicht mehr als fünf Euro kosten, ist eher abzuraten. Die dort vorzufindende Trichterform neigt dazu, den Fingerkuppen eine gefährliche Nähe zu den scharfen Messern zuzumuten.

Zu den getesteten Gefu Modellen

Um nicht alle am Markt erhältliche Spiralschneider-Produkte zu besprechen, beschränke ich mich auf die bewährten Modelle, mit denen Hobbyköche und Kochprofis gerne umgehen. Der Test aller Geräte darf vorausgesetzt werden. Dabei standen Fragestellungen wie

– wie stabil ist das Gerät?
– wie appetitlich sehen die Schneideergebnisse aus?
– wie schwer oder leicht ist die Nutzung?
– wie umständlich oder einfach gestaltet sich die Reinigung?
– besteht Spülmaschinentauglichkeit?

im Vordergrund meiner Interessen.

Bei den einfachen wie den komplexeren Spiralschneidern sind die Modelle von Gefu oder Lurch sehr beliebt. Sie erhalten auch bei Amazon die durchschnittlich besseren Bewertungen. So ist es auch kein Wunder, dass Vegankoch Attila Hildmann einen Spiralschneider von Lurch mit seinem Namen auszeichnete. Selbst manches ambitioniert wirkende Gerät anderer Hersteller erweist sich im Test und bei den Rezensionen als untauglich. Nur der Westmark „Spiromat“ kann im oberen Preissegment mithalten. Die Billig-Geräte nach dem Anspitzer-Prinzip werden fast immer schlecht oder gar sehr schlecht bewertet. Daraus kann man gewisse Schlüsse ziehen.

Die beiden eben genannten Hersteller von Haushaltswaren begannen mit einfachen Küchengeräten und haben sich mittlerweile ein umfangreiches Sortiment für jeden Bedarf zugelegt. Von den einfachen Küchengeräten im manuellen Betrieb ging es zu den elektrisch betriebenen. Das bedeutet aber keineswegs, dass die einfachen Küchengeräte ihre Daseinsberechtigung verloren haben. Sie taugen für den schnellen Einsatz und die flotte Reinigung bestens.

Hersteller Gefu kommt aus dem Sauerland. Der ungewöhnliche Name des Unternehmens bezieht sich auf die Unternehmensgründer, die Gebrüder Funke. Ihre Anfangsbuchstaben bilden den Markennamen. Bei Gefu hat man bereits seit 1943 Erfahrung mit funktioneller Küchentechnologie. Von Gefu kamen bei mir zwei Geräte in den Heimtest: der einfach angelegte „Spirelli“ und der „Spiralfix“.

Dabei schneidet der Gefu Spiralschneider „Spirelli“ als günstiger und guter Spiralschneider unter den führenden Marken gut ab. Er ist mit zwei unterschiedlich großen Klingen ausgestattet und wird in mehreren Farben als „Colour Edition“ aufgelegt. Dank dieser sinnigen Idee kann er für 2×3 Millimeter große wie für 3,5×5 Millimeter große Julienne-Streifen genutzt werden. Die hochwertigen Klingen sind herstellerseits als japanische Edelstahl-Spezialmesser ausgewiesen. Das verspricht eine Qualität, die man spürt. Auch die Reinigung des Spiralschneiders „Spirelli“ geht leicht vonstatten. Entweder man legt ihn mit in die Spülmaschine oder man reinigt ihn gleich nach der Nutzung unter fließendem Wasser und nimmt gegebenenfalls eine Bürste zu Hilfe. Als Anfänger- und Hobbykochmodell ist der Spiralschneider „Spirelli“ von Gefu bestens geeignet. Dies gilt aber nur dann, wenn man hin und wieder kleine Mengen spiralig geschnittenes Dekorationsmaterial für einen Salatteller oder eine Suppe benötigt.

Falls man als Veganer oder Low Carb-Verfechter öfter Gemüsespaghetti servieren möchte, sollte man besser zum „Spiralfix“ von Gefu greifen. Er hat eine Kurbel und ist somit auch für größere Mengen Zucchini, Rettich oder Möhren geeignet. Das Modell „Spiralfix“ ist ein leistungsfähiger Spiralschneider, bei dem das spiralig geschnittene Gemüse in eine Auffangbox fällt. Diese kann man gegebenenfalls auch als Aufbewahrungsbox verwenden. Frisch zugeschnittenes Gemüse schmeckt allerdings besser und enthält auch mehr Vitalstoffe. Die gewünschte Schnittbreite am „Spiralfix“ von Gefu kann über ein Einstellrad variiert werden. Sie beträgt minimal 3 Millimeter und maximal 12 Millimeter. Außerdem hat das Gerät einen Spritzschutzdeckel.

Als kleinen Hinweis möchte ich anmerken, dass das einzuführende Gemüse nicht beliebig groß sein kann. Es sollte nicht höher als 8 Zentimeter und nicht breiter als 10 Zentimeter im Durchmesser sein. Große Möhren muss man also halbieren oder vierteln. Gefu hat auch bei diesem Gerät einen Spezialstahl für die Klingen genutzt. Auch dieser Gefu-Spiralschneider ist spülmaschinenfest. Mit vierzig Euro Investitionskosten liegt der Spiralschneider Gefu „Spiralfix“ in der oberen Preisklasse, ist sein Geld aber wert.

Zu den getesteten Lurch-Modellen

Die Lurch AG ist noch nicht ganz so lange im Geschäft wie Gefu, aber trotzdem ein erfahrener Hersteller von Küchengeräten. Seit 1996 produziert und vermarktet Lurch Küchen- und Haushaltshelfern und bleibt dabei am Puls der Zeit. Silikonprodukte oder Produkte, die in der veganen Küche neue Bedeutung erhielten, liegen bei Lurch im Trend. Die von mir getesteten Spiralschneider von Lurch heißen „Spirali“ und „Spiralo“. Die Bezeichnungen verwechseln sich leicht, aber in der Optik sind die Unterschiede klar erkennbar. Es sind aber beides Spiralschneider mit Kurbel.

Der Spiralschneider „Spirali“ scheint mir etwas bekannter zu sein als das andere Modell. Das erkennt man an der Zahl von Rezensionen im Internet. Doch auch inhaltlich macht dieser Spiralschneider Eindruck, denn man kann damit sogar Käse oder Wurst in Spiralen, Spaghettifäden oder dünne Scheiben schneiden. Verantwortlich für diese Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten sind drei unterschiedliche Aufsätze mit verschiedenen Schneidmessern. Am Lurch „Spirali“ gewährleisten die Gummifüße einen sicheren Stand während des Betriebes. Die Klingen im Spiralschneider bestehen aus rostfreiem Edelstahl. Mit etwa 25-30 Euro Investitionskosten ist der „Spirali“ von Lurch vielseitiger und preisgünstiger als der Konkurrent von Gefu. Gegeben ist auch die Spülmaschineneignung. Weiter oben wurde bereits erwähnt, dass Lurch einen Spiralschneider mit Attila Hildmann-Signet führt. Es ist der Lurch „Spirali“ in einer technisch identischen Version. Den „Spirali“ gibt es derzeit in mehreren verschiedenfarbigen Versionen.

Der Spiralschneider „Spiralo“ von Lurch funktioniert nach ähnlichen Prinzipien. Allerdings muss man das zu schneidende Gemüse hier senkreich von oben einführen. Der Spiralschneider ist darum etwas weniger platzraubend. Der Lurch Spiralschneider „Spiralo“ kann auch in einer kleineren Küche Platz finden. Technisch ist er ansonsten baugleich mit dem „Spirali“ von Lurch. Das erklärt vielleicht die Namensähnlichkeit und den gleichen Preis. Dieser kann allerdings je nach Händler etwas unterschiedlich ausfallen. Preislich deutlich höher ist der Lurch Super-Spiralschneider angesetzt. Er kostet zwischen 40 und 50 Euro.