Was ist beim Kauf einer orthopädischen Matratze zu beachten?

Die besonders gute Stützfunktion von orthopädischen Matratzen ist für viele Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden, insbesondere für Menschen mit Rückenschäden wie einem überstandenen Bandscheibenvorfall, eine große Hilfe.

Orthopädische Matratzen sorgen für einen besseren Schlaf und mehr Energie bei weniger Schmerzen am Tag. Damit die Matratze ihre Funktion erfüllen kann, sollte sie jedoch mit Bedacht ausgewählt werden. Je nach Konstitution sollte sie bestimmte Merkmale aufweisen.

Matratzen gegen Durchblutungsstörungen und Muskelverspannungen

Um offiziell überhaupt als „orthopädisch“ bezeichnet werden zu dürfen, muss eine Matratze je nach Lage der Person entweder die natürliche S-Form der Wirbelsäule in Rückenlage oder aber dessen waagerechten Verlauf in Seitenlage unterstützen und zeitgleich Durchblutungsstörungen sowie Muskelverspannungen verhindern.

Dies wird durch eine spezielle Einteilung in meist fünf bis sieben Zonen mit an das jeweilige Körperteil angepassten Eigenschaften erreicht.

Flächenelastizität und Punktelastizität

Im Vergleich zu herkömmlichen Schlafunterlagen weisen orthopädische Matratzen neben einer guten Flächenelastizität auch eine besonders hohe Punktelastizität auf. Der Begriff „Orthopädische Matratze“ ist jedoch nicht geschützt, weshalb Käufer zunächst auf einige grundlegende Merkmale achten sollten.

Stützfunktion: Die Mittelzone der Matratze

Generell gilt bei jeder orthopädischen Matratze, dass die Mittelzone härter sein muss als die Zone, in der sich im Liegen die Schulter befindet.

Dennoch muss auch die Mittelzone das Becken ein kleines Stück in die Matratze sinken lassen. So bietet sie die beste Stützfunktion für die natürliche S-Form der Wirbelsäule. Die anderen Faktoren, auf die beim Kauf einer orthopädischen Matratze geachtet werden sollte, hängen von den individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen ab.

1. Material: Naturlatex, Viskoseschaum oder Kaltschaum?

Die erste wichtige Entscheidung wird bereits beim Material getroffen. Hochwertige orthopädische Matratzen bestehen aus Naturlatex oder Viskoseschaum, manchmal wird zudem Kaltschaum hinzugemischt.

Matratzen gegen Wirbelsäulenprobleme

Sowohl Latex als auch Viskose sind zwar ziemlich teure Materialien, weisen jedoch auch die besten Eigenschaften für Menschen mit Wirbelsäulenproblemen auf: Latex und Viskose passen sich dem Körper optimal an und bleiben dabei dennoch straff, was für die Stützung des Körpers sehr wichtig ist.

2. Härtegrad

Das nächste Kriterium ist der Härtegrad. Dieser ist, wie auch bei normalen Matratzen, von dem Körpergewicht und auch von den Vorlieben der Person abhängig. Professionelle Verkäufer werden daher nach dem Körpergewicht fragen und einen dementsprechenden Härtegrad empfehlen.

3. Beschaffenheit

Der dritte wesentliche Punkt ist die Anzahl und vor allem die Beschaffenheit der Zonen. Diese sollten je nach individuellem Körperbau und den jeweiligen Problemzonen ausgewählt werden.

Bei Wirbelsäulenproblemen beispielsweise ist eine besonders filigrane Anpassung an den Rücken notwendig. Gute Verkäufer werden die Person Probe liegen lassen und genau darauf achten, wie weit die jeweiligen Körperteile in die Matratze einsinken.

Orthopädische Matratzen im Test

Nicht zuletzt empfiehlt es sich, Berichte zu allen in Frage kommenden Matratzen durchzulesen. Häufig sind die Erfahrungen, die andere Menschen mit womöglich gleichen Problemen mit der orthopädischen Matratze gemacht haben, sehr aufschlussreich.