Es werde Licht: Sparen mit LED-Lampen

Legendär, die gute alte Glühbirne, mit ihrem formschönen Aufbau und dem weiß glühenden Wolframdraht, der sich für unser Bedürfnis nach Helligkeit aufzehrt. Schließlich hat sie es sogar in die nobelpreisprämierte Weltliteratur geschafft: In Günther Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ erblickt der Protagonist Oskar nach eigener Beschreibung die Welt „in Form einer 60-W-Glühbirne“. Und eben diese Birne leuchtete Jahrzehnte in deutschen Haushalten – wurde zum Synonym für Licht und Stromfresser.

Ein erwecktes ökologisches Gewissen führte die Glühbirne dann zu ihrem jähen Ende: Schrittweise verbot die EU die geliebte Glühbirne. Ein Aufschrei ging durchs Land. Teilweise wird das Verbot umgangen, indem die Glühdrahtlampe, als Heizung deklariert, den Weg in den Handel zurückfindet – und wer schon mal versucht hat, eine brennende Lampe aus der Fassung zu drehen, der zweifelt keineswegs an dieser Definition. Fest steht: Die Glühbirne verbraucht im Verhältnis zu ihrer Lichtleistung viel zu viel elektrische Energie, also Strom. Wie gut, dass es Alternativen gibt: Die wohl beste ist derzeit die LED-Lampe.

Das Prinzip ist das Gleiche: Die LED-Birne ist mit allen geläufigen Fassungen der Haushaltsbirnen (E27, E14) erhältlich und lässt sich problemlos austauschen. Der größte Vorteil gegenüber der Glühbirne liegt im erheblich geringeren Stromverbrauch bei gleicher Lichtleistung. Lange Zeit versuchte sich die Energiesparlampe als Alternative zur herkömmlichen Glühbirne durchzusetzen – ohne wirklichen Erfolg. Die Energiesparlampe verbrauchte zwar, wie der Name vermuten lässt, weniger Strom, machte sich aber wegen ihrer schlechten Lichtleistung, der langen Anlaufphase und dem Recyclingproblem bei Kunden äußerst unbeliebt. Die LED-Lampe dagegen, kann hier punkten: Sie ist sofort hell, hat eine konstante Lichtleistung und verbraucht ca. 80 Prozent weniger Energie. Der Nachteil: die Anschaffungskosten sind recht hoch.

Zwar sind die Preise von vor ein paar Jahren (ca. 40 Euro) deutlich gesunken (ca. 10-15 Euro), sie liegen aber noch über den Kosten für eine Halogenlampe oder Glühheizung. Betrachtet man jedoch die wesentlich längere Lebensdauer der LED-Lampen (bis zu 25-mal länger als Glühbirnen), in Verbindung mit dem dauerhaft geringen Energieverbrauch, dann lohnt sich die Anschaffung. Natürlich gibt es im Handel, vor allem im Internet sehr günstige Angebote für LED-Lampen und für ein bis zwei Euro kann man zum Energiesparer werden. Von diesen Produkten ist aber abzuraten: Die Leistungsangaben stimmen oft nicht, die Verarbeitung ist schlecht und die Lebensdauer ist meist sehr gering. Fazit: Hochwertige LED-Lampen sind wärmstens zu empfehlen: Mehr Licht, für weniger Geld. Und wer will auch in bunt.

Neben aller Freude über die sparsamen LED-Lampen, sollte man jedoch nicht zu verschwenderisch mit dem neugewonnenem Sparpotential umgehen. Experten beobachten immer wieder den sogenannten Rebound-Effekt, wobei es trotz Einsatz von energiesparenden Leuchtmitteln zu keiner signifikanten Energieeinsparung kommt, da nun mehr Lampen, länger brennen. In diesem Sinne: Fassung bewahren – und Strom sparen.